Huhu Klara,
dass in einem kardieren Vlies die Fasern "kreuz und quer" stehen, würde ich so auch nicht unterschreiben wollen. Sie sind schon deutlich in eine Richtung orientiert.
Verglichen mit einem Kammzug (gekämmert Wolle) sind sie aber doch schon "etwas mehr durcheinander". Wobei aber der größte Unterschied beim Kämmen aber darin liegt, dass dabei die kürzeren Fasern herausgekämmt werden und sich anschließend nicht im Kammzug befinden. Bei kardierter Wolle (egal ob als Vlies oder Kardenband) sind die kürzeren Fasern ja noch mit drin.
Zitat:
Bei Wolle kommt's drauf an: Bei den kräuseligen sieht man nicht so genau, wie die Fasern liegen (da könnten sie auch kreuz und quer liegen) aber bei glatten liegen die Fasern wieder alle in einer Richtung.
Neben der Kräuselung spielt - meiner Meinung/Beobachtung nach - auch die Länge der Fasern eine Rolle. Wobei das vielleicht sogar im Verhältnis zur Trommelgröße, dem Trommelabstand und/oder dem Umfangsgeschwindigkeits-Unterschied der großen zur kleinen Trommel zu sehen wäre
*grübel*.
Beim Kardieren werden ja die Fasern dadurch langgezogen, dass sich die kleine und die große Trommel mit unterschiedlicher Umfangsgeschwindigkeit drehen. Je nachdem wie groß da der Unterschied ist und wie groß der Abstand zwischen großer und kleiner Trommel ist, um so länger oder kürzer sind die Fasern von den Häkchen beider Trommeln erfasst und werden zwischen diesen langgezogen. Sind die Fasern nur kurz auf beiden Trommeln "verankert" werden sie nur kurz langgezogen und weniger stark ausgerichtet/gestreckt...
Zitat:
Übrigens, wenn ich mir die Haare bürste (und die Bürste in eine Richtung ziehe) liegen meine Haare danach auch nicht kreuz und quer...
Das Bürsten mit einer einzelnen Bürste würde ja auch dem Tatbestand des Kämmens entsprechen

Mit einer einzelnen Flickkarde fabriziert man ja auch keine kardierten Fasern sondern gekämmte...
lg spinntantchen