Hallo Irmgard,
aus Selbsterfahrung weiss ich, dass spinnen Aggressionen abbauen kann.
Ich wäre nie darauf gekommen, wenn ich es vor einigen Wochen nicht am eigenen Leib erfahren hätte.
Spinnen ist nicht nur "am Rad drehen", was schon eine körperliche Betätigung ist, sondern auch konzentrationsfördernd.
Wer sich körperlich betätigt, wie im Ausdauersport, und so kann man das Spinnen bezeichnen, da nicht nur der Tretfuß eine Ausdauerleistung erbringt, baut Streßhormone ab und Glückshormone auf.
Dazu kommt die Konzentration, die mensch immer braucht, um einen gleichmäßigen Faden zu erzielen. Ebenso wichtig ist das Erfolgserlebniss, denn wenn das Rad erst mal schnurrt, ist eine volle Spule ein AHA-Erlebnis, nicht, wie der Faden hinterher aussieht

Vielleicht kannst Du mit meiner obigen Aussage die Psychologin davon überzeugen, dass das Spinnen bei Demenzerkrankten hilfreich sein kann; ebenso Menschen, deren Selbstwertgefühl aus welchen Gründen auch immer am Boden liegt.
Das "Gute" aus alten Zeiten wird gerade wieder brandaktuell.
Die Menschen, nicht nur "Reiche" oder Besserverdienende *g* besinnen sich auf gute, alte Werte wie eine schöne Küche, "Diamonds are forever" und "my home is my castle".
Laut der heutigen Ausgabe der Tageszeitung WAZ werden höchstwertige Immoblílien gerade massenhaft gekauft, die vorher auf Halde standen; Designerjuweliere machen Riesenumsätze, während diejenigen, die auf Masse statt Klasse setzen, am Hungertuch zu nagen beginnen; klassische Textilien wie Trachten und Tweedkleidung erleben einen neuen Boom; Mittelklassekaufhäuser gehen gleich gruppenweise in die Pleite...
Mein Projekt im Pflegeheim in der anderen Stadt ist abgelehnt worden, mit Begründung der Hygiene (hic!). Obwohl ich zusicherte, dass ich gereinigte Wollvliese und Kammgarn von ***, also weder Rohwolle noch selbstgewaschene Wolle verwende, gab es keine Zustimmung.
Trotzdem, nicht aufgeben, Irmgard!
Ich gebe auch nicht auf

Eines sehr nahen Tages......
Liebe Grüße
Tina