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 Betreff des Beitrags: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Do 19. Feb 2009, 14:39 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 27. Jan 2009, 17:47
Beiträge: 38
Woran liegt es, das mein Garn immer relativ satt gesponnen ist und sich manchmal zu kleinen "Zöpfchen" einzwirbelt?

Ich verspinne übungshalber Alpakawolle, falls die Wollqualität wichtig sein sollte. Mein Spinnrad ist ein Kromski Mazurka.


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Do 19. Feb 2009, 18:26 
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Navajo-Spindel

Registriert: Fr 29. Aug 2008, 15:59
Beiträge: 385
Wohnort: Niedersachsen
Zitat:
Woran liegt es, das mein Garn immer relativ satt gesponnen ist und sich manchmal zu kleinen "Zöpfchen" einzwirbelt?


An Dir! :D Na ja, irgendwie schon. Der Drall ist scheinbar zu stark. Obwohl Alpaka eigentlich sehr viel Drall braucht, um zusammenzuhalten ... Alpaka ist für Anfänger übrigens m.E. wirklich nicht zu empfehlen! Edelfasern sollte man erst nach viel Übung in Angriff nehmen.

Versuche die Bremse schärfer einzustellen, so daß der Faden schneller eingezogen wird.

Hast Du schon gezwirnt? Ist das Garn nach dem Zwirnen immer noch unbefriedigend? Denn da geht ja viel Drall wieder raus, je dünner die Einzelfäden, dest mehr. Und bei Alpaka kann man beim Zwirnen plötzlich mit auseinanderfallenden Fasern inn der Hand dasitzen, wenn die Einzelfäden zu wenig Drall haten.

Sigrid

_________________
Geschichte und Bedeutung des Spinnrads in Europa, gebunde Ausgabe, Shaker-Media-Verlag
http://www.spinnrad.jimdo.com


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Fr 20. Feb 2009, 09:30 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 27. Jan 2009, 17:47
Beiträge: 38
Hallo Sigrid

ist ja wieder mal typisch, immer gleich mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad einsteigen. Das passiert mir dauernd. Okay, Fact ist, dass ich einen grossen Sack Alpaka da habe. Dann dreh ich jetzt mal an der Bremse herum bis ich den Punkt gefunden habe.

Also ich finde, dass mein Garn super zusammenhält, kein Wunder mit soviel Drall, dass sich sogar solche Zöpfchen bilden können. Ich denke, dass einiges auch noch an der unregelmässigen Spinnerei liegt. Ich mach das ja erst seit drei Tagen. Da erwarte ich noch keine Wunderwerke, aber etwas befriedigender könnte es schon sein.

Gezwirnt hab ich schon mal. Sieht lustig aus, das total unregelmässige Produkt. Keine Ahnung ob man das jemals zu irgendwas gebrauchen kann. Vielleicht als Überschuhe für Gummistiefel :lol:

Liebe Grüsse
Elsbeth


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Fr 20. Feb 2009, 22:15 
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Navajo-Spindel

Registriert: Mo 5. Jan 2009, 10:22
Beiträge: 296
Wohnort: Normandie Frankreich
Wenn du es nass spannst, kannst du etwas damit anfangen. Unregelmässige Garne werden gern für Halstücher oder Hüte verwendet, das ist sogar "in" Wenn du sie dabei noch fantasievoll färbst, wirst du viel Erfolg haben!


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Sa 21. Feb 2009, 09:31 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 27. Jan 2009, 17:47
Beiträge: 38
Hallo marie-claire

gute Idee, danke. Es wird wohl noch eine Weile unregelmässiges Garn geben obwohl ein Fortschritt deutlich sichtbar ist. Nun muss ich nur noch Färben lernen.

LG
Elsbeth


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Do 26. Feb 2009, 21:51 
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Navajo-Spindel
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Registriert: Mo 7. Jul 2008, 12:17
Beiträge: 395
Soweit ich weiß muss sich das garn leicht einzwirbeln, wenn es gesponnen wird und noch verzwirnt werden soll. Ich halte es also nicht für einen Fehler. Liege ich da falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 17:34 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 27. Jan 2009, 17:47
Beiträge: 38
Hallo merin

mein Garn ist nicht "leicht eingezwirbelt" - leider. Es ist so stark eingezwirbelt gewesen, dass sich kleine Zöpfchen gebildet haben. Mit dem dünnen Garn klappts jetzt, nun hab ich versucht dickeres Garn zu spinnen - menno! Ich muss wohl langsamer steigern, mit dem dicken geht gar nichts. Unregelmässig, zu fest gesponnen, dann gleich wieder zuwenig fest.....

Ich glaube auch, dass sich mein Rad (Kromski Mazurka) nicht sonderlich gut für dicke Garne eignet? Hat da jemand Erfahrung damit?

lg
Elsbeth


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: Fr 27. Feb 2009, 20:05 
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Navajo-Spindel

Registriert: Mo 5. Jan 2009, 10:22
Beiträge: 296
Wohnort: Normandie Frankreich
Ich habe das Mazurka nur einmal bei Freunden probiert. Es scheint zu spinnen wie mein doppelfädiges Saco; ich glaube doppelfädige Spinnräder sind eher geeignet für feine Garne. Und sowieso ist es für mich viel leichter regelmässig zu spinnen mit feinem Garn als mit dickerem


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2009, 11:58 
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Akha-Spindel
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Registriert: Mi 9. Jul 2008, 23:44
Beiträge: 87
Wohnort: Bochum
Hallo liebe Anfänger,

das richtige Maß an Drall hängt von der Art der Wolle ab. Je feiner die Wolle, umso mehr Drall ist nötig. Perfekt ist es, wenn sich nach dem Zwirnen nichts mehr verdreht und das Garn trotzdem reißfest ist.
Am Anfang braucht man entweder eine Menge Übung, um ein Gefühl dafür zu bekommen oder einen erfahrenen Spinner, der einem weiterhilft. Denn es ist natürlich auch eine Einstellungssache des Spinnrads. Manchmal fehlt bei spulengebremsten Rädern auch einfach etwas Fett auf der (Leder)bremse.
Für den Anfang ist es am Besten Schafwolle zu nehmen. Langfädige lanolinfreie Eiderwolle geht am Besten.
Hat man auch nach dem Zwirnen noch etwas zu viel Drall, reguliert sich das beim anschließendem Waschen mit heißem Wasser.
Ein Tipp noch für hoffnungslos zu stark verdrehtes und unregelmäßiges Garn: Eine große Tasche mit dicken Nadeln stricken und ab in die Waschmaschine.

_________________
Viele Grüße,
Birgit
http://www.handspinnen.info


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 Betreff des Beitrags: Re: eingezwirbeltes Garn
BeitragVerfasst: So 1. Mär 2009, 12:23 
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Kreuzspindel

Registriert: Di 27. Jan 2009, 17:47
Beiträge: 38
Hallo Birgit

Danke für die Tipps.

Inzwischen hab ich mich an Schaf-, Alpaka- und (bitte jetzt nicht gröhlen) Hundewolle versucht. Mit Schaf krieg ich - wenn ich dünn spinne - ein relativ regelmässiges Garn hin. Das Verzwirnen hapert noch ein wenig. Alpaka hatte ich als Startwolle - das wurde ein erstklassiges Effektgarn, dick, dünn, verzwirbelt, zu lose - etwa alles was auf einem Spinnrad zu produzieren ist. :cry:

Nicht viel besser ging es mir mit der Hundewolle. Die sieht verzwirnt und in der Maschenprobe aber nicht mal so schlecht aus. Ich bin erstaunt. Allerdings war ich für die ca. 100 g versponnenes Garn min. 3x total am verzweifeln. Deshalb schieb ich die Tüte mit der Wolle meiner Süssen jetzt mal ganz weit nach hinten und übe mit Schaf weiter.

Die völlig verzwickte Alpakawolle wird wohl zu so einer Tasche verarbeitet, wie du sie vorschlägst. Anders als mit Nadel 6 oder 7 kann man die wohl nicht stricken. :lol: Einen Rest werde ich jedoch aufbewahren, als Trösterchen, wenns mal wieder nicht so rund läuft.

Leider hab ich keine geübte Spinnerin in meiner Nähe. Das bedingt, dass ich mich selber durchprobiere. Manchmal mit Erfolg, manchmal ist's eben der totale Leerlauf. Aber zumindest weiss ich nachher, was nicht funktioniert hat. Nicht verzagen - ich übe weiter und frag mich halt eben bei euch durch.

LG
Elsbeth


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